Kategorie: Artikel (Seite 1 von 7)

UNI SPIEGEL 3/2019

Dach über dem Kopf, Pinsel in der Hand

Die Berliner Obdachlosen-Uni ermöglicht wohnungslosen Menschen, sich weiterzubilden. Oft geht es aber einfach nur darum, abzuschalten und die Sorgen zu vergessen.

Seit Minuten starrt die junge Frau auf den weißen Hintergrund. »Brauchst du etwas?«, fragt die Kursleiterin. »Nein, ich überlege nur«, sagt die Frau. Kurz darauf fährt sie mit dünnen, schnellen Strichen über die kleine Leinwand. Immer wieder tunkt sie die Borsten des Pinsels in einen Klecks Acrylfarbe, der einen ähnlichen Rotton hat wie der abgesplitterte Lack auf ihren Nägeln. Sie streicht das Quadrat vollständig rot an und übermalt anschließend alles mit Orange. Dann fragt sie nach einer Zigarette, zieht ihre Winterjacke über den weiten Strickpullover und tritt nach draußen auf die hektische Hauptstraße. Verabschiedet hat sie sich nicht. Doch in einer Woche wird sie wohl zurückkommen, für ein neues Bild.
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© Foto: Sina Niemeyer

taz. die tageszeitung, 24.04.2019

Kritik an Hornbach reißt nicht ab

Der Deutsche Werberat beanstandet einen Hornbach-Clip als rassistisch. Expert*innen fordern eine Entschuldigung. Auch eine Demo ist geplant.

Ein umstrittenes Hornbach-Werbevideo sorgt seit Mitte März für Kritik. Der Vorwurf: Der Film des Bau- und Gartenunternehmens sei rassistisch und sexistisch. In dem einminütigen Spot „So riecht das Frühjahr“ schuften ältere, weiße Männer schwitzend im Garten. Anschließend wollen ihnen Wissenschaftler an die Wäsche. Alles, sogar die dreckigen Unterhosen, wird vakuumiert und landet in einem Straßenautomaten einer asiatisch anmutenden Metropole. Dort kauft sich schließlich eine junge, asiatische Frau ein solches Paket, schnüffelt daran und verdreht ekstatisch erregt die Augen.
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taz. die tageszeitung, 28.03.2018

„Für mich absolut inakzeptabel“

Piraten-Abgeordnete Julia Reda wirft ihrem Ex-Büroleiter sexuelle Belästigung vor. Weil er bei der Europawahl antritt, verlässt sie die Partei.

Sie war das Gesicht im Kampf gegen die umstrittene Urheberrechtsreform. Nun hat die Europaparlamentarierin Julia Reda die Piratenpartei verlassen, wie sie in einem Video auf Twitter erklärte.
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SPIEGEL Plus, 21. 03. 2019

Drei junge Afghanen und sechs ältere Kapuzinerbrüder führen im Kloster St. Konrad zu Altötting eine ungewöhnliche WG – die einen wollen beten, die anderen feiern.

Die Luft riecht süßlich nach Pfirsich, weißer Rauch zieht durch den Gemeinschaftsraum im Kloster. Neben einem roten Gebetsbuch steht eine leere Bierflasche im Regal. Direkt über dem Tisch mit der Wasserpfeife hängt ein hölzernes Kruzifix. Ali Shirzad sitzt mit unterschlagenem Bein auf einem bunten Sessel, zieht lange an der Shisha, es gluckert. Er pustet ein paar Ringe gen Kreuz. Auch Bruder Jeremias greift nach einem Schlauch und inhaliert. Schon seit über 30 Jahren raucht er gerne Shisha, um zu entspannen.
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UNI SPIEGEL 01/2019

»Nicht genug Druck aufgebaut«

Studentische Hilfskräfte verdienen zu wenig, findet Andreas Keller, Hochschulexperte in der Bildungsgewerkschaft GEW – und ruft zum Protest auf.

Rund 400 000 studentische Hilfskräfte ar -beiten an deutschen Hochschulen, die Jobssind begehrt. Wo liegt das Problem?

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Der Artikel erschien auch auf SPIEGEL ONLINE.

Der SPIEGEL, 01.12.2018

Der Augenzeuge

»Theater gibt Halt«

Rainer von Dziegielewski, 58, war zehn Jahre lang obdachlos. Jetzt spielt er Theater an der Berliner Obdachlosen-Uni. Das großteils ehrenamtliche Bildungsprojekt hilft wohnungslosen, suchtkranken Menschen, zum Beispiel mit Sprach- und Schauspielkursen.

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© SPIEGEL-Verlag, Sondergenehmigung für die Veröffentlichung / Foto: Gordon Welters

SPIEGEL ONLINE, 16.11.2018

Dioxinfund in Hamburg

„Kinder sollten Spielplätze in der Umgebung nicht benutzen“

Im Osten Hamburgs hat die Umweltbehörde hohe Dioxinwerte gemessen. Eine Toxikologin erklärt, wie gefährlich das für Menschen in der Nähe ist – und was man auf keinen Fall tun sollte.

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transform Magazin, Ausgabe 5, 11/2018

Luxus aus der Leitung

Mineralwasser schadet der Umwelt, auch wenn es in Glasflaschen daherkommt, regional und bio ist. Der eigentliche Luxus sind nicht teure Durstlöscher, sondern billiges Trinkwasser aus der Leitung. Auch Weltretten geht so im Hahnumdrehen.

Es sind fast 30 Grad beim Spaziergang durch Berlins »Wasserkiez«. Der Stadtsommer ist staubig und trocken. Als er Durst bekommt, betritt ein Mann ein kleines Feinkostrestaurant im Mariannenkiez, mitten im hippen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Er grüßt den Ladenbesitzer. Ob er seine Flasche kurz auffullen dürfe? Niemand guckt komisch, obwohl links von ihm Kasten mit teurem Mineralwasser in schicken Glasflaschen stehen. Das Lokal ist stolz darauf, bei Refill Berlin mitzumachen. Draußen an der Tür kündigt ein faußtgroser, blauer Aufkleber an: »Refill Berlin – kostenfrei Trinkwasser«.

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Der SPIEGEL, 20.10.2018

Meldung

Arbeiterwohlfahrt: Schweriner Kitabetreiber in Togo und Gambia

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© SPIEGEL-Verlag, Sondergenehmigung für die Veröffentlichung / Meldung von mir erschienen, Seite 26, Ausgabe 43/2018

Der SPIEGEL, 13.10.2018

Meldung

Glyphosat: Kein Verbot für Gärtner?

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© SPIEGEL-Verlag, Sondergenehmigung für die Veröffentlichung / Meldung von mir erschienen, Seite 21, Ausgabe 42/2018