Tagesspiegel Energie & Klima BACKGROUND, 06.09.2018

Burkhard Behr

Pfarrer für den Strukturwandel

Warum der Strukturwandel in der ostdeutschen Lausitz einen Pfarrer wie Burkhard Behr braucht? Er sei ein „geeigneter Grenzgänger“, sagt Behr über sich selbst. Seit September 2017 soll der evangelische Pfarrer im Cottbusser Zentrum für Dialog und Wandel (ZDW) den Strukturwandel in der Braunkohleregion kirchlich begleiten. Nach einigen Jahren in der freien Wirtschaft traut sich der 54-jährige zu, bei dem schwierigen Thema zu vermitteln: „Man muss sich rein denken in gesellschaftliche Zusammenhänge. Es geht aber auch stark um wirtschaftliche Entwicklungen und natürlich die Umweltfrage.“
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Dein SPIEGEL, 08/2018

Das gekaufte Klassenzimmer

Geschenke sind eine tolle Sache. Schwierig wird es, wenn Unternehmen Schulen etwas schenken wollen. Manchmal ist das sogar verboten.

Amazon ist der größte Internethändler der Welt. Und auf den ersten Blick ein großzügiges Unternehmen: Amazon hatte einen Schreibwettbewerb veranstaltet, bei dem Schulklassen wertvolle Preise gewinnen konnten.
Vielerorts haben Politiker den Amazon-Wettbewerb mittlerweile verboten. Dabei hatten die Schüler Spaß am Geschichtenschreiben. Und über die Geschenke haben sie sich auch gefreut. Was also war das Problem?

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UNI SPIEGEL, 4/2018

Bienchen, Blümchen, Porno

Medizinstudierende sprechen mit Neuntklässlern über Sex. Klingt peinlich, ist es aber nicht. Meistens zumindest.

Das Sex-ABC ist vollständig. 26 Begriffe haben die Mädchen auf das Whiteboard geschrieben, von A wie Analsex bis Z wie Zärtlichkeit. Intersex, Erektion, Menstruation – reihum erklären sie nun, was gemeint ist. O wie Orgasmus: »Wenn der Mann kommt, hat er einen Samenerguss«, beschreibt eine Schülerin. »Und der Höhepunkt bei der Frau?«, hakt Lea Bauerfeind nach. 18 Teenager runzeln die Stirn. Ein
paar grinsen. Ein Mädchen stupst seine Nachbarin an. Also noch mal anders: »Woran merkt man, dass eine Frau erregt ist?« Niemand meldet sich.

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Der Artikel erschien auch auf SPIEGEL ONLINE.

Tagesspiegel Energie & Klima BACKGROUND, 18.07.2018

Gülcan Nitsch

Gründerin von „Yeşil Çember – ökologisch interkulturell“

In Berlin geboren und aufgewachsen lebte Gülcan Nitsch als kleines Kind zwei Jahre mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf an der türkischen Schwarzmeerküste, wo sie viel Zeit im Freien verbrachte. Auch darauf führt sie heute ihre Liebe zur Natur zurück. „Für mich ist Umweltschutz selbstverständlich“, sagt die 45-Jährige. 2006 gründete Nitsch in Berlin-Kreuzberg Deutschlands erste türkischsprachige Umweltschutzinitiative, Yeşil Çember („Grüner Kreis“). Heute ist sie geschäftsführende Gesellschafterin der gemeinnützigen GmbH „Yeşil Çember – ökologisch interkulturell“. Das Ziel der Organisation: Türkischsprachige Menschen in Deutschland für Umweltthemen zu sensibilisieren.
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taz. die tageszeitung, 22.06.2018

Zehn Tage Wochenbett für Papa

Männer, die ein Kind bekommen, hatten bisher keinen Urlaubsanspruch. Jetzt greift die EU ein. Die Elternzeit ändert sich in Deutschland aber nicht.

Gute Nachrichten für die Gleichberechtigung: Europaweit sollen Väter bei der Geburt eines Kindes Anspruch auf 10 Tage bezahlten Urlaub haben. Das hat der EU-Ministerrat beschlossen. Bisher hatten Väter hierzulande keinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub bei der Geburt eines Kindes. Wer seine Partnerin dennoch unterstützen wollte, musste unbezahlt zu Hause bleiben. Bis zur Umsetzung der Neuregelung kann es aber lange dauern.
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tip Berlin, 14.06.2018

Knast, Land, Fluss

Zwei Studentinnen kommen regelmäßig ins Frauengefängnis in Lichtenberg, um ein wenig Abwechslung in den Alltag der Insassinnen zu bringen. Ihre Arbeit wird dringend gebraucht.

In der Mitte der Gemeinschaftsküche stehen mehrere zusammengeschobene Tische. Darauf: Plastikschüsseln mit Paprika- Chips, Schokolade, Gummibärchen, Popcorn. An diesen Tischen sitzen sieben Frauen auf abgewetzten Stühlen, vor jeder von ihnen liegen Papier und Stift. „V? Oh jemine!“, ruft eine Frau, sie heißt Stefanie Kaiser. Sie spielen: „Knast, Land, Fluss“.

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ZITTY, 24.05.2018

Kitaplatz verzweifelt gesucht

Tausende Eltern in Berlin suchen nach einer Kita für ihre Kinder. In der Stadt fehlen schätzungsweise 3.000 Plätze – vor allem, weil das Land keine Erzieherinnen und Erzieher findet. Nun gehen die Eltern auf die Straße

Unruhig wirbelt Jan an seiner Mutter vorbei, dreht sich einmal im Kreis, springt an ihr hoch. Katharina Mahrt will ihrem Sohn die Schuhe anziehen. Gleich werden sie auf den Spielplatz gehen, wie jeden Tag.
Jan ist 16 Monate alt. Eigentlich müsste er jetzt in die Kita. Das Problem ist: Er hat keine. Immer noch nicht.

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taz.die tageszeitung, 10.05.2018

Kindersprint im Autohaus

Die Barmer Krankenkasse hat Laufwettbewerbe an Grundschulen unterstützt, die Kinder in Einkaufszentren locken. Jetzt macht sie einen Rückzieher.

Stolz zeigen die Kinder ihre Urkunden und Medaillen für das Gruppenfoto. Auf einem Werbebanner hinter ihnen prangen die Logos der Sponsoren, darunter ein Modehaus, ein Cateringunternehmen, die Leipziger Einkaufspromenaden und ortsansässige Sportvereine. Dazwischen steht in Grün und Grau: „Barmer Kindersprint“.
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ZITTY, 04/2018

Revolutioniert die Schule!

Roboter werden in naher Zukunft immer mehr Jobs übernehmen. Entsprechend muss sich unser Bildungssystem verändern. Denn Fähigkeiten wie Empathie, Kreativität und kritisches Denken werden immer wichtiger

Die Sachbearbeiterin könnte bald ein Roboter sein. Auch den Koch oder Schlosser ersetzen künftig wohl Maschinen. Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey Global Institute schätzte Ende 2017, dass sich zwischen drei und zwölf Millionen Deutsche bis 2030 neue Fähigkeiten aneignen müssen – denn ihre Jobs könnten automatisiert werden.
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taz.die tageszeitung, 09. 04. 2018

Ein Möbelhaus macht Verkehrserziehung

Hessens Kultusministerium antwortet auf einen Berichtsantrag zu Sponsoring an Schulen nur nichtöffentlich. Die Opposition spricht von Verschleierung

Das neue hessische Schulgesetz sollte Werbung an Schulen beschränken. Doch Kritikern ist es viel zu schwach. Jetzt werfen sie der schwarz-grünen Regierung vor, vertuschen zu wollen, was im Bereich Schulsponsoring schiefläuft. Denn die Antwort auf einen Berichtsantrag der SPD gibt es vorerst nur nichtöffentlich.
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