Drei junge Afghanen und sechs ältere Kapuzinerbrüder führen im Kloster St. Konrad zu Altötting eine ungewöhnliche WG – die einen wollen beten, die anderen feiern.

Die Luft riecht süßlich nach Pfirsich, weißer Rauch zieht durch den Gemeinschaftsraum im Kloster. Neben einem roten Gebetsbuch steht eine leere Bierflasche im Regal. Direkt über dem Tisch mit der Wasserpfeife hängt ein hölzernes Kruzifix. Ali Shirzad sitzt mit unterschlagenem Bein auf einem bunten Sessel, zieht lange an der Shisha, es gluckert. Er pustet ein paar Ringe gen Kreuz. Auch Bruder Jeremias greift nach einem Schlauch und inhaliert. Schon seit über 30 Jahren raucht er gerne Shisha, um zu entspannen.
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